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Jelmoli, let’s talk… not BEAUTY, but the TRUTH.

Hey ihr Süssen! Wer gestern fleissig meine Instastory geschaut hat, der wird schon ungefähr Bescheid wissen. Trotzdem wollte ich mich nochmals schriftlich zum gestrigen Desaster äussern. Für die, die keine Ahnung haben, wovon ich spreche: Ich wurde zu einem Jelmoli-Event eingeladen, welcher gestern stattgefunden hat. Das Motto war „Let’s Talk Beauty“ bzw. „Pop Art“. Bevor ich weiter fortfahre, möchte ich euch hier kurz einen Teil des Einladungstextes zeigen:

„Die exklusive Jelmoli Beautywelt lädt im Namen der Schönheit zur Beauty Pop Art Party ein. Unsere Color Masters verwöhnen Sie mit einem individuellen Pop Art Make-up, die Perfume Pro’s zeigen Ihnen die „Art of Layering“ und unsere Skin Experts nehmen Ihre Haut unter die Lupe. In der ganzen Beautywelt warten frische Überraschungen und die heissesten Tipps für den Sommer auf Sie.“

Klingt doch alles perfekt oder?! Das dachte ich auch! Deshalb habe ich mich angemeldet, habe sogar meinen Verlobten mitgeschleppt (er mag auch Beautyprodukte für Männer und Jelmoli hat ja eine ganze Männerecke) und habe mich von St.Gallen nach Zürich zu diesem „spannenden“ und „inspirierenden“ Event begeben. Als wir ankamen, sahen wir eine unglaubliche Menschenmenge und dort kamen bereits die ersten Zweifel auf. Der Einladungstext klingt nämlich fast so, als wären so viele Mitarbeitende wie Influencer dort, die Zeit haben, alles zu zeigen. Als wir dann nach einer halben Ewigkeit Anstehen endlich rein durften, erhielten wir eine leere Stofftasche mit der Bemerkung, dass sich überall Goodies verstecken würden. Das war alles – keine weiteren Anweisungen. Wir waren etwas verwirrt und haben vielen Gästen angesehen, dass sie ebenfalls nicht genau wussten, was da los war. Irgendwann haben wir gecheckt, dass man sich quasi selbst das Goodiebag zusammenbetteln muss. Einige Counter hatten Glücksräder, wo man wieder lange anstehen musste, um höchstens eine Luxusgrösse eines Testers zu bekommen. Ich weiss, es klingt absolut undankbar von mir, werden sich jetzt viele denken. Aber Leute, mir geht es nicht um „Tester von irgendwelchen Bestsellerprodukten“, weil ich sie in den meisten Fällen bereits kenne oder sogar schon darüber geschrieben habe. Was mich interessiert, sind News! Oder ich möchte was lernen. Über Inhaltsstoffe beispielsweise! Oder ich möchte Tricks von Artists erfahren! Ich möchte mit inspirierenden Leuten in Kontakt treten! Versteht ihr, was ich meine?

Mir fiel schnell auf, dass das Personal an den jeweiligen Countern absolut überfordert war. Schade jedoch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dieser Überforderung das Lächeln sowie jegliche Freundlichkeit verloren haben. Ich habe teilweise 15-20 Minuten gewartet und wurde auch dann nicht bedient, obwohl manchmal Mitarbeitende sogar frei waren. Ich habe mehrere Counter so verlassen, ohne dass ich bedient wurde. Mehrere Male hatte ich Fragen zu neuen Produkten und mir konnte keine Auskunft gegeben werden. Manchmal hat man mir auch einfach Samples in die Hand gedrückt, damit ich Ruhe gebe. Ich bin ausserdem am Anfang des Abends am Clinique-Counter angestanden, weil es dort so ein Glücksrad gab (wie gesagt, ich habs nicht nötig – ich wusste aber nicht, was ich anderes in dieser Menschenmenge machen sollte). Wir haben nichts bekommen. Sodass wir bevor wir den Event verlassen haben, erneut bei diesem Glücksrad angestanden sind. Eine ältere Dame, ziemlich cool gekleidet für ihr Alter, bei der ich dachte, dass sie auch eine coole Personality haben würde, hat meinen Verlobten und mich absolut blossgestellt und angefahren. Sie meinte, dass Leute wie mein Verlobter und ich zehn Produkte abstauben und andere wegen uns keine Samples bekommen. Ähm, erstens: Man hat nicht einfach so etwas bekommen. Man musste dafür das „huere“ Glücksrad drehen und „Glück“ haben, welches wir beim ersten Mal nicht hatten. WTF?! Geht man so mit zwei Personen um, deren Spiegelschrank aus tausenden von Clinique-Produkten bestehen, die sie sich sogar alle selbst gekauft haben?! 

Whatever… In der Männerecke standen ca. fünf Mitarbeitende und kein Gast. Als wir aber dort waren, hat uns niemand Beachtung geschenkt. Und wie war das im Einladungstext nochmal? Am MAC-Counter wurde ich schliesslich von Vera bedient, einer sehr netten und hübschen Mitarbeiterin von MAC. Und sonst so? Ich habe meine Bloggerkolleginnen getroffen, habe eine meiner besten Freundinnen gesehen und das wars. Mehr Positives kann ich nicht nennen. Leute, das war ein reiner Verkaufsevent und kein Bloggerevent. Ich wurde eigentlich eingeladen, um Geld auszugeben. Ich habe nichts gelernt, ich habe keine Kontakte geknüpft, ich habe keine Produkte erhalten (klar, 2-3 Pröbchen), aber sonst… 

So, ich habe euch jetzt vom Event selbst erzählt und jetzt möchte ich zum eigentlichen Thema umsteigen. Ich habe jetzt nicht einfach so aus dem Nähkästchen geplaudert, um Jelmoli doof darzustellen, sondern es steckt ein bisschen mehr dahinter. Als ich damals als Bloggerin von den PR-Agenturen sowie den Brands in die Verteilerliste aufgenommen wurde, habe ich mich natürlich sehr gefreut und das habe ich auch stark mit Wertschätzung verbunden. Ich habe Samples erhalten und hatte so neues Material, um darüber schreiben zu können. Ihr kennt mich aber: Ich habe mir den Grossteil schon immer selbst gekauft und mache ich auch heute noch. Denn ich stelle euch Produkte nicht einfach nur vor, weil ich sie gratis bekommen habe, sondern ich kaufe mir interessante Produkte sehr gezielt. Mir ist je länger je mehr aufgefallen, dass Brands meine Freude an Beauty ausgenutzt haben. Klar, ich mache das für EUCH! Aber: Ich stecke auch meine Arbeit in diesen Blog, sehr viel Schweiss und sehr viele Stunden, in denen andere beispielsweise Sonne tanken können – ich motze hier nicht, ich mache ja alles freiwillig und liebe es auch. Ich möchte euch nur aufzeigen, dass dies viel Arbeit kostet und dementsprechend mehr Wertschätzung von Agenturen und Brands gefordert ist. Ich arbeite 100%, plane meine Hochzeit und habe nebenbei noch einen Blog, ein Instaprofil und ein Youtube-Channel. Die Anforderungen von den Unternehmen steigen zusätzlich immer mehr. Hat man nicht sofort über die Produkte berichtet, kamen erste Mails und Fragen, wann ich denn einen Beitrag verfassen werde. Was aber viele Brands und Agenturen vergessen – ich mache grösstenteils kostenlose Werbung! Ich arbeite stundenlang an einem Beitrag und das in den meisten Fällen für keinen Rappen! Ich hab jetzt wirklich die Schnauze voll. Wenn ich schon über Produkte berichte, mir sehr viel Mühe bei den Fotos etc. gebe, möchte ich wenigstens bei einer Einladung nicht angelogen werden. Denn wer bezahlt mir das Benzin, das Parkhaus und die verlorenen 5 Stunden meines Lebens?! 

Ich bin nach Zürich gefahren und habe von gar nichts profitiert. Einfach von nichts. Ich habe sogar Minus gemacht. Und es macht mich rasend. Diese fehlende Wertschätzung werde ich und kann ich nicht länger tolerieren und deshalb werde ich mir in Zukunft noch mehr Gedanken darüber machen, mit welchen Unternehmen ich zusammenarbeiten werde und mit welchen nicht. Jelmoli, ich hoffe sehr, dass ihr zu diesem Desaster gestern Stellung nehmen werdet und euch bei allen Influencern entschuldigen werdet. Ich war noch nie an solch einem katastrophalen Event. Das tut mir eigentlich wirklich im Herzen weh, weil Jelmoli meistens meine erste Anlaufstelle für „Makeup Buys“ war. 

Ich hoffe auch sehr, dass dies auch einige PR Manager lesen werden und auf diesem Weg bitte ich euch, dass ihr eure Influencer ernst nehmt. Gebt euch auch ein bisschen Mühe, was die Organisation von Events anbelangt. Wir sind mit Herzblut dabei und wollen alle etwas erleben und etwas lernen! Wir wollen danach nachhause rennen und es kaum erwarten, über den Event oder die neuen Produkte schreiben zu können! Der gestrige Abend war einfach himmeltraurig und ich bin wirklich sehr enttäuscht.

Ebenfalls ein Tipp an Jelmoli: Checkt eure Mitarbeitenden genau. Klar habt ihr auch superkompetente Mitarbeitende, aber was ich gestern erlebt habe, entspricht nicht einem „HOUSE OF BRANDS“. Amen.

xx Nikki

5 Comments

  1. Hallo Nikki

    Genau so war es… Super beschrieben Liebes. Finde es toll, dass du auch die negativen Seiten von und Bloggern aufzeigst.
    Bis bald…

  2. Liebe Nikki

    Ein wirklich guter und ehrlicher Blogpost. Ich finde es wichtig, dass man auch mal die negativen Seiten aufzeigt, wenn es welche gegeben hat. Und bei Jelmoli ist an diesem Tag sicher etwas in Sachen Organisation schief gelaufen, doch Unternehmen sollten wissen, wie viel (Zeit-)Aufwand man als Blogger betreibt. Erst einmal zu einem Event hinzufahren, vor Ort zu recherchieren, Fotos zu machen, danach darüber zu berichten, etc. Vielleicht werden sie jetzt durch Deinen Blogpost sensibilisiert. 😊

    Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass Du das nächste Mal wieder bessere Erfahrungen machst. 👍🏻

    Liebe Grüsse aus Luzern,
    Anne
    http://annesleben.ch

  3. Danke für den Bericht.
    Ich war nicht dabei, weil nicht eingeladen. So auch andere Beautyblogger die ich kenne.
    Kann somit nichts zum Event sagen.
    Ich habe vor Jahren bei Jelmoli (nicht im Verkauf) gearbeitet und wurde IMMER sehr freundlich bedient. Besonders der Estée Lauder Counter ist was Kundenfreundlichkeit betrifft fast nicht zu übertreffen.
    Ich stimme Dir zu und begrüsse Deine kritische Haltung zum Event/Personal/etc., aber ich finde das „alles in einem Topf werfen“ nicht fair.
    Das Verkaufspersonal arbeitet hart (und meistens für keinen grossen Lohn), hat nervenzerrende Arbeitszeiten und oft unfreundliche Kunden.
    Das alles kann Deine Erlebnisse an diesem Event NICHT rechtfertigen, aber man kann sie auch nicht (fast) alle verurteilen.
    Hier war offensichtlich die Organisation dahinter nicht optimal und Deine Kritik wird hoffentlich auch von den Verantwortlichen gelesen.
    Du machst Dein „Blogger-Job“ super und ich wünsche Dir weiterhin viel Spass und Erfolg dabei.
    LG
    Cinzia
    http://www.flyinghousewives.com

  4. Jurilj Dragica

    Liebe Nikki,ich finde super das du so ehrlich schreibst. Es gibt heute nicht viele ehrliche leute.👌

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